PULS steht für Professionelle Unterstützung für Lern- und Schulraumentwicklung. In den vergangenen Jahren hat sich ein Netzwerk in Form einer Community of Practice (CoP) entwickelt. Ursprünglich entstanden ist sie aus dem 2012 gegründeten PULSverbund.
Mit Unterstützung von Fördermitteln der EU und der Schweizer Stiftung Movetia für das ERASMUS+ Bildungsprojekt PULS+ gelang es zunächst einen transdisziplinären Universitätskurs zu entwickeln mit dem Ziel “Lernen und Raum in der Hochschullehre” nachhaltig zu verankern.
Seitdem wächst die PULS Community of Practice stetig. Sie besteht aus Menschen unterschiedlicher Nationen, Disziplinen, Lebensphasen und Berufsfelder. Grenzüberschreitend arbeitet und organisiert sie sich als selbstorganisierendes Netzwerk aus sich selbst heraus. Mittlerweile sind aus dieser Community verschiedene weitere Projekte und Institutionen hervorgegangen, die von unterschiedlichen Akteur:innen federführend verantwortet werden.
Dazu zählen unter anderem drei aufeinander aufbauende EU-Projekte, die von Dr. Petra Moog über die Sophia::Akademie in Deutschland koordiniert und verantwortet werden:
Allen drei Innovationsprojekten gemeinsam ist die grenzüberschreitende Auseinandersetzung mit pädagogischer Architektur mit unterschiedlichen Schwerpunkten und entlang des gesamten Entwicklungsbogens von Phase 0 bis Phase 10.
In der Schweiz sind ebenfalls drei weitere wichtige Impulse entstanden:
- Regelmäßige Tagungen und das Zusammenbringen wesentlicher europäischer Akteure der Lernraumentwicklung fokussiert auf den Hochschulbereich durch Dr. Cornelia Dinsleder und Ulrich Kirchgässner in Luzern.
- Bildungs(T)räume – eine regelmäßige Tagung, die aus dem Schweizer Netzwerk heraus entstanden ist und gemeinsam von Urs Maurer und dem Netzwerk für Bildung und Architektur und verantwortet wird.
- ISH – ein Institut, das sich insbesondere der Forschung widmet, mit verschiedenen Schweizer Forschungseinrichtungen zusammenarbeitet und von Andreas Hammon mitinitiiert wurde.
In Österreich wurde das Raumwert.Institut gegründet – initiiert durch Ursula Spannberger und in Italien an der Universität in Brixen (Freie Uni Bozen) unter Leitung von Prof. Beate Weyland ein weiterbildender Masterstudiengang.
So ist aus einer ersten strategischen Partnerschaft in Form eines ERASMUS+ Bildungsprojektes nach und nach ein fluides, lebendiges internationales Netzwerk entstanden, das unterschiedliche Schwerpunkte ausbildet und dennoch durch ein gemeinsames Anliegen verbunden bleibt: Lernen, Raum und institutionelle Entwicklung zusammenzudenken und in verschiedenen Bildungsbereichen wirksam weiterzuentwickeln.
Seitdem wächst die PULS Community of Practice. Sie besteht wie von Anfang an aus Menschen unterschiedlicher Nationen, Disziplinen, Lebensabschnitten und Berufen. Sie arbeitet und organisiert sich grenzüberschreitend aus sich selbst heraus als selbstorganisierendes Netzwerk.

Ziele, Aktivitäten und Initiativen
PULSkooperation schafft Möglichkeiten, die Beziehung zwischen Lernen und Raum besser zu verstehen und im Dialog zu Kompetenzen zu kommen, die über die Summe der Fähigkeiten einzelner Institutionen hinausgehen.
PULSkooperation setzt sich für einen nachhaltigen Dialog zum Thema ›Raum und Lernen entwickeln‹ zwischen Menschen aus verschiedenen Disziplinen und mit unterschiedlichen Haltungen ein.
PULSkooperation baut Entwicklungs- und Beratungssysteme auf, die partizipative Prozesse in der Lernraumentwicklung und deren Ausrichtung an einer erweiterten Lernkultur sichern.
PULSkooperation spürt Entwicklungsnotwendigkeiten auf und versucht diese durch entsprechende Maßnahmen zu stützen.
PULSkooperation initiiert bzw. übernimmt Forschungstätigkeiten zur Thematik und vermittelt die Ergebnisse und Erkenntnisse.
DAS ERASMUS-PROJEKT PULS+
Das Bildungsprojekt PULS+ wurde im Rahmen des EU-Programms Erasmus+ bewilligt. Mit Start im September 2017 wurde über drei Jahre ein universitäres Aus- und Weiterbildungsformat entwickelt, getestet und als Pilotprojekt implementiert. Auch diese Informations- und Kooperationplattform ist Teil des PULS+ Projektes, sowie der Schulbauatlas und verschiedenartige Publikationen.
Das Bildungsprojekt im Bereich Hochschulentwicklung ist eine „Strategische Partnerschaft“ von Universitäten, den sie umgebenden Bildungsregionen, Schulen und NGOs. Es ist konzipiert als multiprofessionelles Pilot-Projekt im gesamten deutschsprachigen Raum mit einem sich entwickelnden inhaltlichen Programm, das sich an Architektur, Pädagogik und Verwaltungspraxis orientiert.
Vorhaben (Intellectual Outputs)
- Weiterbildungskurs
- Digitale Lernplattform
- Digitaler Schulbauatlas
- Publikationen
- Symposien und Tagungen
Projektstart: 1. September 2017
Laufzeit: 38 Monate
Beteiligte Länder: Österreich, Deutschland, Italien und die Schweiz (assoziierte Partnerin)
DER UNIVERSITÄTSKURS
Der Kurs steht unter Federführung der Universitäten Innsbruck (A) und der Kunstuniversität Linz (A) in Kooperation mit
- der Universität Bozen (I)
- der Alanus-Hochschule (D)
- der Fachhochschule Nordwest-Schweiz (CH)
- dem Schulsprengel Welsberg (I)
- der Weiterbildungsinstitution Sophia::Akademie (D)
- sowie den im folgenden genannten Lernraumentwickler*innen:
- Cornelia Dinsleder (CH)
- Andreas Hammon (CH)
- Prof. Nikolaus von Kaisenberg (D)
- Ulrich Kirchgässner (CH)
- Dr. Urs Maurer (CH)
- Dr. Petra Regina Moog (D)
- Lisa Oregioni (CH)
- Franz Ryznar (A)
- Prof. Dr. Eric Sidoroff
- Ursula Spannberger (A)
- Rosa Strasser (A)
- Dr. Josef Watschinger (I)
- Prof. Dr. Beate Weyland (I)
- Prof. Dr. Michael Zinner (A)
