Fachkräftemangel in Kommunen: Düsseldorf macht Schule DUAL

Die Stadtverwaltung Düsseldorf geht neue Wege, um gut ausgebildete Architekt*innen zu gewinnen. In einem Pilotprojekt bildet sie gemeinsam mit der Alanus-Hochschule Masterstudierende aus.

Im Frühjahr 2018 am Rande eines PULS+Treffens der drei deutschen Partner in Düsseldorf wurde die Idee eines dualen Masterstudienganges für Architektur geboren.

Es sollte um ersten Planungen des Symposiums gehen. Eigentlich aus einer Nebenbemerkung wurde der drohende Fachkräftemangel in der Verwaltung thematisiert.

Es dauerte gar nicht lange und in der Diskussion wurde die Idee eines dualen Masterstudienganges in Architektur mit enger Verschränkung zum Schulverwaltungsamt der Stadt Düsseldorf geboren.

Die entscheidenden Gremien der Stadt gaben in den kommenden Monaten grünes Licht, und das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Seit September 2019 lernen Masterstudierende der Architektur an der Alanus Hochschule vier Tage in der Woche die theoretischen, gestalterischen, rechtlichen und technischen Grundlagen.

Am fünften Tag sowie in den vorlesungsfreien Zeiten arbeiten sie an Bauprojekten des Schulverwaltungsamtes mit. Die Stadt übernimmt die Studiengebühren für das zweijährige Studium und zahlt darüber hinaus ein monatliches Grundgehalt.

Inhaltlich wurde die Grundkonzeption von Andreas Hammon (Architektur & Entwicklungsräume) und Petra Moog (SOPHIA::Akademie) entwickelt und ausgearbeitet.

Mittlerweile ist die duale Konzeption im Bereich Schulbauten so erfolgreich, dass sie 2020 weitergeführt und auch für den Bereich Kulturbauten ausgelobt wurde. Dieser Transfer der Stadt Düsseldorf kann als Beispiel für eine lernende Organisation dienen.

Dies gilt auch für die private Kunstuniversität, die durch das EU Projekt angeregt, ihr inhaltliches Angebot um das neue Feld der LernRAUMentwicklung erweitert.

Wenn verschiedene Organisationen wie z.B. Kommunen, Hochschulen und Firmen zusammenarbeiten, spricht man von einer strategischen Partnerschaft. Das Potenzial im Erasmus+ Programm liegt insbesondere darin, dass multiprofessionelle Teams an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.

Für 2020 stellt das EU-Erasmus-Programm übrigens drei Milliarden Euro zur Verfügung. Die duale Organisation des „Düsseldorfer Modells“ mit der Erweiterung LernRAUMentwicklung könnte auch in anderen Regionen für Kommunen mit einer Hochschule vor Ort interessant sein.

Sprechen Sie uns gerne an.