Exkursionen im PULSverbund

Evangelische Schule Berlin Zentrum (ESBZ) ©K. Schwahlen

Berlin-Mitte, an einem strahlend schönen Februar-Freitag. Die Teilnehmerinnen des ersten PULS+-Universitätskurses sind in die Hauptstadt gekommen, um die Evangelische Schule Berlin-Zentrum zu erkunden.

Die Schule, die lange Jahre von Margret Rasfeld geleitet wurde, setzt  konsequent auf selbstbestimmtes, eigenverantwortliches Lernen und Kompetenz vermittelnde Lerninhalte.

Anhand der Gebäude wird sichtbar, dass klassenloser fächerübergreifender Unterricht umgesetzt werden kann, ohne Umbaumaßnahmen in bestehenden Altbauten mit herkömmlicher Raumstruktur vorzunehmen.

Ziele der Exkursion

  • eine moderne Schulform ohne bewertendes Zensursystem kennenzulernen
  • zu erspüren, welche Potenziale ein wertschätzendes, selbstbestimmtes Miteinander entfaltet
  • zu erkennen, dass die Umstellung des Schulkonzeptes ohne großflächige Umbauten möglich ist
  • zu erfahren, welche Herausforderungen bewältigt werden müssen, um von der Schulbehörde anerkannt zu werden
  • zu erfahren, ob tatsächlich erhöhter Flächenbedarf notwendig ist

Diskussion zwischen PULS+-Teilnehmer*innen, Vertreter der EKBO Schulstiftung und Schülerinnen der ESBZ ©K.SchwahlenGemeinsam mit Dr. Petra Moog vom PULS-Team diskutieren die Exkursionsteilnehmerinnen mit Schulleiterin Caroline Treier, Holger Strübing (Leiter Bauwesen der evangelischen Schulstiftung), Martina Ramfeldt (Referentin Schulaufsicht) und sechs Schülerinnen der ESBZ.

Die Zehntklässlerinnen erläutern das pädagogische Konzept und erzählen, was das Besondere für sie ist, hier zu lernen.

Selbstorganisation und Selbsteinschätzung

Jola und Helene, zwei ESBZ-Schülerinnen, erklären, wie die Schule läuft ©K. SchwahlenEs gehe viel um Selbstorganisation und selbstorganisiertes Lernen, meint die 15-jährige Helene. Dafür gebe es u.a. mehrere Lernbüros mit je eine*r Fachlehrer*in, Räume für kleinere Lerngruppen.

Für das eigene Logbuch ist jede*r Schüler*in selbst verantwortlich. Hier trägt sie ihre Fächer, Aufgaben und Materialien ein und bespricht mit der Tutorin oder dem Tutor die einzelnen Lernschritte.

Bis einschließlich der neunten Klasse gibt es an der ESBZ keine Noten, die Schülerinnen und Schüler schätzen sich selbst, die Lehrkäfte geben Feedback.

“Wir lernen hier,  gute Menschen zu werden.” (Jola, 15 Jahre)

Schule im Umbruch

Katrin Cunow (Projektleiterin Raumgestaltung der ESBZ), Holger Strübing (Leiter Bauwesen der evangelischen Schulstiftung in der EKBO), Teilnehmer ©K. SchwahlenKatrin Cunow, Deutschlehrerin und Projektleiterin für Raumgestaltung, hat uns durch die Schule geführt und alle Räume vorgestellt und erklärt.

Stuhlblicke © K. Schwahlen im Raum für Naturwissenschaften © K. Schwahlen Meditationsraum © K. Schwahlen Schultreppenhaus ©K. Schwahlen Schultreppenhaus ©K. Schwahlen

Weiterführende Informationen

Evangelische Schule Berlin Zentrum

Margret Rasfeld, Bildungsinnovatorin, ehemalige Leiterin der ESBZ und Mitbegründerin der Initiative Schule im Aufbruch

Evangelische Schulstiftung in der EKBO